Mein Balkon, das Rotkehlchen und die anderen

Hallo zusammen,

anlässlich der „Stunde der Wintervögel“ durch den NABU hab ich für euch ein paar Zeilen zu „meinen“ Garten/Balkonvögeln geschrieben, natürlich weder bezahlt noch beauftragt, sondern einfach aus Interesse. 😉

Angefangen hat das Ganze für mich schon im letzten Sommer. Zu Besuch bei meinen Eltern, war es immer wieder faszinierend, wenn die kleinen Vögelchen durch den Garten sausten und auch relativ nah an uns vorbei flogen. Ich hatte bei mir Zuhause schon im Frühjahr bemerkt, dass es ein Meisennest in direkter Nachbarschaft geben musste. So konnte ich den Kleinen bei den ersten Flugversuchen zuschauen. Der ein oder andere musste sogar einen Zwischenstopp auf meinem Balkon einlegen. Langsam kam die Idee eines Vogelhäuschens auf.

Aber was für eins? Und wie anbringen? Eine Befestigung an der Wand ist bei mir nicht möglich, besser wäre eine Möglichkeit auf der Balkonbrüstung. Und natürlich sollte die Futterstelle auch so sein, dass ich vom Wohnzimmerfenster aus, den direkten Blick darauf habe.

Nach einigen Überlegungen und der „Befragung“ bekannter Online-Portale bin ich dann zum NABU-Shop gewechselt. Da gab es ebenfalls div. Häuschen, Futterstellen, Futter etc. und preislich gleich bzw. für das was ich dann genommen habe, sogar günstiger.

Da ich ja wusste Meisen, hab ich auf jeden Fall hier, war die Entscheidung schnell für die Meisenknödel gefallen und damit auch für die entsprechende Halterung.

Leider bekommt man ja in den Geschäften immer noch die Meisenknödel mit den Netzen … und falls ihr da noch nicht drüber nachgedacht haben solltet … die sind ziemlich gefährlich für die Piepmätze. Sie können hängen bleiben und sich verletzen oder auch (alleine schon am Stress) sterben.

Also, Halterung und Meisenknödel bestellt, noch ein zwei zusätzliche Sachen gefunden und gespannt auf die Lieferung gewartet. Ein paar Tage später war es dann soweit. Das Päckchen kam und ich habe die Halterung ganz schnell angebracht und befüllt. In dem Päckchen war auch noch eine Bestimmungstafel drin, die ich mir aufs Fensterbrett gelegt habe um auch direkt zu erfahren, welche Vögelchen denn so bei mir rumschwirren.

Tja … und dann hieß es warten. Die ersten Tage geschah … nichts.

Naja, in der Woche ist man arbeiten und wenn man im Dunkeln nach Hause kommt, schlafen die Vögel oft schon.

Dann kam das 1. Wochenende und … es geschah nichts.

Na toll. 😉

2019-12-29 12.18.15

Aber am 2. Wochenende hatte ich dann endlich Glück. An der Futterstelle tauchten die ersten Vögelchen auf. Beim ersten war die Bestimmung noch nicht so schwierig, ein Rotkehlchen ist noch relativ leicht zu erkennen. Nachdem das dann die Futterstelle frei gegeben hatte, kam auch noch ein kleines braunes Vögelchen. Was war das denn? Ein Spatz? Ein schneller Blick auf die Bestimmungstafel vom NABU half da leider nicht weiter. Also, Handy raus … Gute Hilfe leistet da zum einen die App vom NABU und natürlich die allseits bekannten Suchmaschinen. 😉

Ergebnis: das Vögelchen war eine „Heckenbraunelle“ … okay … gefühlt noch nie gehört, aber interessant. Für dieses Wochenende war es das dann leider auch schon, aber ich freute mich schon auf das Nächste.

Ab da hab ich jetzt schon einige Wochenenden vor dem Wohnzimmerfenster verbracht und festgestellt … die Viecher haben ein Gespür dafür wann ich meine Kamera nicht griffbereit habe. Erwischt hab ich sie aber trotzdem. 😉

Inzwischen ist hier teilweise richtig viel Trubel. Die Kohl- und Blaumeisen tauchen oft gemeinsam oder auch kurz nacheinander auf, die Heckenbraunelle ist auch oft dabei … bis der Herr des Hauses auftaucht … das Rotkehlchen. Es ist wirklich herrlich, da ist auf dem Balkon jede Menge los und plötzlich nichts mehr. Dann ist klar, das Rotkehlchen ist da. Ich hab schon gesehen, dass das Rotkehlchen sich am Futter bedient und die Heckenbraunelle in der Nähe sitzt, sich versteckt und abwartet bis das Rotkehlchen weg ist. Erst danach kommt es selber raus um zu fressen. Dann allerdings hat es alle Zeit der Welt und bleibt schon Mal für ein ganzes Fotoshooting da. 🙂

Vor ein paar Tagen dann, hab ich noch eine Vogelart entdeckt, die ich so auch noch nicht oft gesehen habe. Den Kleiber. Was für ein schönes Tierchen! Auch er gehört inzwischen zu den regelmäßigen Besuchern und ich freue mich richtig über den Trubel auf meinem Balkon. Ich bin gespannt, ob auf Dauer noch mehr Arten dazu kommen, aber erstmal erfreue ich mich über die 5 Arten, die jetzt schon regelmäßig vorbeikommen.

Und damit komme ich auch schon zum Schluß.

Allerdings nicht, ohne noch kurz auf die „Stunde der Wintervögel“ zurück zu kommen. In diesem Jahr hat die Aktion zum 10. Mal stattgefunden und ich habe natürlich mit meinen Futtergästen teilgenommen.

Und auch bei den nächsten Vogelzählungen werde ich bestimmt wieder mitmachen.

Ich freu mich schon auf den Frühling und hoffe natürlich auch auf ein neues Meisennest. 😉

Viele Grüße Sabine

2 Gedanken zu „Mein Balkon, das Rotkehlchen und die anderen

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