Aufräumen zum Jahresstart – Marie Kondo für euch getestet / Teil 2

Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder.

Falls ihr Teil 1 noch nicht kennt oder euch nicht mehr gut erinnert, schaut mal hier.

Ansonsten starten wir hier direkt wie versprochen in die Übersicht über die einzelnen Kategorien und meine persönlichen Tipps dazu. (Und denk immer daran: der Grundgedanke bei allem ist die Frage „Entfacht es Freude?“)

Bei Kleidung ist es eigentlich ganz einfach: Schrank leeren (vielleicht mal eben direkt durchwischen), jedes Teil ansehen, evtl. anprobieren und dann auf Stapel sortieren: Alles was echte Freude bereitet bleibt, der Rest darf gehen. Wenn man mit den Lieblingsteilen anfängt, ist es recht leicht. Was dann kommt, ist mein Lieblingsbereich gewesen: DAS FALTEN!! :-))) Denn die klassische Methode, bei der man immer das unterste Shirt im Stapel braucht, hat mir noch nie richtig zugesagt. Marie Kondo ist bei weitem nicht die Einzige, die empfiehlt, Kleidung zu kleinen Päckchen zu falten und !!STEHEND!! einzusortieren. Absolut revolutionär =DD!!! (Wie das richtig geht, schaut ihr euch am besten auf Youtube an oder lest euch die Anleitung im Buch durch.) Bei mir ist mittlerweile fast alles so geordnet, sogar Socken, Geschirrtücher und Einkaufsbeutel. (Mein Tipp: manchmal stehen die Päckchen nicht richtig/sind zu breit/zu hoch, dann kann man die Faltmethode sehr gut anpassen, indem man statt zu dritteln viertelt oder das ganze einmal mehr „rollt“.)

Danach geht es den Büchern an den Kragen (Mein Tipp: am besten auch direkt CDs, DVDs etc. dazunehmen.) – das mag, wenn man in einer Bibliothek arbeitet wagemutig klingen, war es für mich auch. =D Ich muss zugeben, dass es nicht einfach war. Leichter wäre gewesen einfach zu sagen: „Ich kenne meine Bücher und mag sie alle.“ Aber auch hier sollte alles ausgeräumt (Mein Tipp: Auch hier direkt durchwischen!) und einzeln begutachtet werden. Ich habe meinen Bücherbesitz dabei fast halbiert und sogar festgestellt, dass ich ein Buch doppelt hatte und es nicht mal wusste! Also Ausmisten lohnt sich, auch wenn man meint, sich in der eigenen Wohnung auszukennen. Marie Kondo empfiehlt in ihrem Buch, Dinge dieser Art nicht sichtbar zu verstauen. Das kommt aber für einen Bücherfan wie mich natürlich nicht infrage, könnt ihr aber natürlich so machen. Ich hab mich für ein normales Bücherregal entschieden, dass aber hell und nicht sehr tief ist, das lässt den Raum freundlicher wirken.

Die dritte Kategorie sind Unterlagen. Das ist wohl ein Thema, das die meisten ziemlich nervt. Man hat echt viel Papierkram daheim, volle Ordner, lose rumfliegende Quittungen oder Garantiezettel, gerne auch mal Betriebsanleitungen. Damit ist jetzt Schluss, denn all das nimmt echt viel Platz weg. Beim Aussortieren kann man daher ziemlich rigoros sein. (Trotzdem mein Tipp: Informiert euch vorher, welche Unterlagen wichtig sind, auch wenn sie euch aktuell nicht wichtig erscheinen, z.B. Rentenbescheide, Anlagen zum Mietvertrag usw.; die solltet ihr definitiv Aufbewahren!) Bei den aufzubewahrenden Sachen bin ich stark von den Vorgaben der Meisterin abgewichen, da wir in Deutschland wohl die „Kings and Queens of Bürokratie“ sind. Ich habe mir Ordner in verschiedenen Farben für grobe Kategorien besorgt: Wichtige Dokumente (Zeugnisse etc.), Versicherungen, Finanzielles, Rechnungen und laufende Verträge, oder was ihr eben so braucht (Auto, Haustiere, Schule etc.). (Mein Tipp: kleinere Kategorien, die zusammenpassen, in einem Ordner durch Trenner sortieren.) Am besten versteckt man die Ordner dann im Schrank oder besorgt sich seeeehr hübsche :-D. Was ich auf keinen Fall mehr nutzen würde, ist ein Fach/Karton für noch zu sortierende Unterlagen… NIE WIEDER! 🙂 (Mein Tipp: Unterlagen, die über die Woche anfallen an einem gut sichtbaren Platz sammeln, damit man sie nicht vergisst. So hat man die „To dos“ eher im Blick und erledigt alles rechtzeitig. Sobald man die Rechnung o.Ä. dann bezahlt hat – am besten macht man das sowieso sofort – direkt abheften, sofern sie noch benötigt wird.) Wichtig ist auch: Alles, was ihr entsorgt, bitte schreddern. Einzelne Blätter können noch als Notizzettel herhalten, aber meistens stehen empfindliche Daten darauf, da solltet ihr aufpassen.

Als nächstes krempeln wir den Rest des Haushalts einmal um. Natürlich kann man hier, je nachdem wie ihr so wohnt, Unterkategorien bilden. Gute Beispiele sind: Büromaterialien, Küchengeräte und -utensilien, Gewürze und Vorräte, Badezimmerzubehör, Dekoartikel, Hobbys usw. Aufgrund der Verschiedenartigkeit ist es hier ohnehin schon schwer, feste Regeln aufzustellen. Daher kommt ihr hier mit eurem“Bauchgefühl“ ganz gut weiter. (Mein Tipp: Alles, wofür man sagt „Das kann ich vielleicht iiiirgendwann nochmal gebrauchen, sollte besonders kritisch geprüft werden.) Für manche Dinge macht es Sinn, Vorräte zu bilden, für andere nicht. Dazu überlegt ihr am besten, wie oft ihr welche Dinge ersetzen müsst bzw. verbraucht. (Klopapier z.B. sollte man schon auf Vorrat haben, aber ihr braucht definitiv keine 40 Packungen (auch nicht während eines Lockdowns!!!!), auch wenn die Rollen in den letzten Monaten teilweise einen sehr hohen Wert hatten. :-DD) Von Sachen, die kaputt sind oder nicht mehr richtig funktionieren, irreparabel sind etc., kann man sich dann auch mal trennen. Macht euch ganz bewusst, welche Dinge euch wichtig sind. („Das tuts ja eigentlich nochist auch nicht hilfreich… Die Frage ist: entfacht es Freude – auch in Form von Nutzen?)

Als letztes wenden wir uns den Dingen zu, die besonders emotional behaftet sind, z.B. Fotos, Erinnerungen oder alte Briefe. Diese Kategorie fällt uns oft schwer, weil wir sehr an den Dingen hängen. (Mein Tipp: nehmt euch dafür alle Zeit der Welt! Macht diesen Schritt vielleicht gemeinsam mit euren Liebsten, schaut die Dinge noch einmal an und nehmt auch Rücksicht, wenn jemand anderes Dinge behalten will, die ihr nicht mehr wollt.) Wenn ihr entschieden habt, was ihr behaltet, könnt ihr überlegen, wie ihr sie unterbringt. Das hängt sehr von der Art der Dinge ab. Fotos passen gut in Alben oder Boxen, andere Dinge brauchen größere Behältnisse. (Mein Tipp: AUF GAR KEINEN FALL Erinnerungen in den KELLER verbannen! Dort nehmt ihr sie fast nie zur Kenntnis. Macht euch tolle Bilderrahmen – es gibt auch welche, in die kleine Gegenstände passen – oder Erinnerungsboxen, die greifbar sind – sowas habe ich z.B. für unsere Hochzeitskarten und ein paar Gegenstände gemacht.) Als ich diesen Abschnitt erledigt habe, war ich einige Male den Tränen nahe, da ich an viele schöne Momente erinnert wurde. Macht diesen Bereich also ganz in Ruhe, lasst Erinnerungen zu und genießt es. 🙂

So, also, wenn ihr das bis hierhin gelesen habt, dann habt ihr auf jeden Fall auch das Zeug dazu, euer Zuhause auf Vordermann zu bringen. Zuletzt widmen wir uns der Frage: „Und was machen wir jetzt mit dem ganzen Zeug, dass man aussortiert hat?“ Die Antwort ist für manche ganz leicht: Wegwerfen! Davon bin ich aber kein großer Fan, denn es ist weder nachhaltig, noch finanziell sinnvoll. Also habe ich mir die Mühe gemacht und auch hier Kategorien gebildet: Müll, Recyceln, Verschenken, Verkaufen, Zurückgeben. Alles was kaputt ist oder echt nicht mehr schön, darf getrost in den Müll. Auf alten T-Shirts etc. kann man aber auch noch sehr gut Putzlappen fürs Mountainbike oder Auto machen, einfach entsprechend zurechtschneiden. Bücher, die niemand mehr will, kann man auch als Geschenkverpakung hernehmen oder sogar Dekorationen daraus basteln, hier sind ein paar Inspirationen. Hebt aber nur Dinge zum Recyceln auf, wenn ihr die Projekte WIRKLICH so ganz IN ECHT umsetzt. Sonst habt ihr wieder Chaos. Verkaufen könnt ihr Sachen, die einen hohen Wert haben, z.B. Elektrogeräte, Schmuck, Sammlungen, aber auch manchmal Kleinkram. Da bieten sich natürlich die einschlägigen Kleinanzeigenportale oder Facebook-Gruppen an. Der Verkauf ist meist sehr aufwändig und kann auch mal ganz schön nervige Verhandlungen beinhalten, deswegen habe ich mich bei den meisten Dingen für das Verschenken entschieden. Viele Dinge, die man selbst doppelt hat/nicht mehr benötigt, können andere sehr gut gebrauchen. Bis zum Schrottwichteln zu warten, ist aber wohl sehr lang, daher kann man auch hierfür Kleinanzeigen oder Facebook-Gruppen, wie die Golden Angels hier in Krefeld, nutzen, um die Dinge mitsamt Fotos anzubieten. Meistens freuen sich die Abholenden sehr darüber. Deshalb ist es für mich nicht nur die nachhaltigste und sozial sinnvollste, sondern auch die schönste Variante. :-)))

So, ich hoffe, ihr habt Lust zu beginnen. Wer es ganz genau nachlesen möchte bzw. noch ein paar genauere Hinweise braucht, kann das bei Marie Kondo tun. Ihre Bücher könnt ihr natürlich bei uns zur Auslieferung bestellen – sofern verfügbar. Ihr findet sie aber auch ganz bequem in der Onleihe.

Machts gut und bis bald

Eure Annika :-)))

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