Lust auf Pflaumenkuchen oder wie Not erfinderisch macht…

Es ist Sonntag, ein herrlicher Sommertag mitten im August. Das Licht hat schon einen ersten Hauch Herbstliches und im Garten summen die Bienchen mit den Wespen um die Wette. Der Holunder, den ich dieses Jahr nicht geschafft habe zu ernten, dient nur noch den Insekten als Genuss und im Pflaumenbaum schreit das Obst nach Ernte. Es handelt sich um einen eher kleinen Pflaumenbaum, der auch noch zu den Sorgenkindern in meinem Garten gehört, weil er leider keinen optimalen Standort beim Pflanzen abbekommen hat. Erst beim Aushub des Pflanzloches entdeckten wir seinerzeit, dass unter einer dünnen Erdschicht ein uns bis dahin unbekanntes, altes Kellergewölbe liegt. Nun muss er dort in Ermangelung eines besseren Standortes sein Dasein fristen. Weshalb der Baum nicht allzu viele Früchte trägt. Aber für einen kleinen Obstkuchen sollte der Ertrag in diesem Jahr schon reichen…dachte ich und begann frohen Mutes das Pflücken.

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Mit dem gefüllten Obst-Schüsselchen ging es dann freudig ab in die Küche, um den Teig für einen leckeren Pflaumenkuchen zuzubereiten.

Neben dem klassischen Hefeteig, liebe ich einen Quark-Öl-Teig für Pflaumenkuchen, weil er fluffig ist und trotzdem so leicht „durchsuppt“ und das einfach toll schmeckt! 🙂

Zutaten für den Teig:

150 g Quark (ich nehme Magerquark, es geht aber auch mit anderen Fettstufen)
6 EL Milch
6 EL Speiseöl (geschmacksneutral)
70g Zucker
1 P Vanille-Zucker
eine Prise Salz
300 g Weizenmehl
1P Backpulver

Ich hatte für meinen kleinen Kuchen in diesem Fall die Hälfte der Zutaten genommen, so dass ich damit gut den Deckel einer zuvor gefetteten Jenaer Glasschüssel auslegen konnte.

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Soweit so gut!

Und dann ging es los. Die Pflaumen kurz gewaschen und dann halbieren. Und schon bei der ersten dann dieses Bild:

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Ok, mein Baum ist Bio. Nur Regen und Leitungswasser kommt an den dran. Da kann das schon mal passieren.
Also die nächste öffnen und… schon wieder ein Bewohner. So ging das weiter und weiter. Mehr als die Hälfte der Pflaumen war also leider nicht für den Kuchen zu verwenden. 😦
Aber der Teig war doch schon fertig und knapp zur Hälfte mit Pflaumen belegt. Was also tun?
Im Kühlschrank fand ich glücklicherweise noch einen kleinen Rest an Obst – unter anderem Erdbeeren, die nicht ganz so lecker waren, weil sie sehr säuerlich schmeckten. Diese halbierte ich und legte sie direkt mit auf den Kuchen, streute ein wenig braunen Zucker drüber und schob alles in den vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze 180 Grad).
Nach ca. 30 Minuten Backzeit legte ich noch Heidelbeeren und Himbeeren auf die Erdbeeren und ließ alles nochmal knapp 10 Minuten backen.

Und so sah dann das Ergebnis aus:

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Meine Tochter, die spontan zu Besuch kam und auch davon ein Stück abbekam, war voll des Lobes und behauptete, dies sei noch viel leckerer als mein „normaler“ Pflaumenkuchen. Ob es nur daran lag, dass sie mich trösten wollte, weil ich doch eigentlich so große Lust auf einen leckeren Pflaumenkuchen hatte? Man weiß es nicht, aber so kann’s gehen…;-)

Und geschmeckt hat er mir übrigens auch! 🙂

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Euch guten Appetit, falls ihr ihn nachbacken wollt,

Eure Bettina

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