Frieten en Fietsen – Unsere Radtour nach Venlo

Hallo zusammen,

unsere Azubis Chiara und Jule waren unterwegs und haben uns einen schönen Blogbeitrag dazu geschrieben. Wie immer gilt auch hier, niemand hat uns beauftragt oder bezahlt, die beiden haben ihre Erlebnisse einfach so aufgeschrieben, weil sie es können ;). Jetzt aber viel Spaß mit dem Posting:

In Vorfreude auf das Abschlussfest des diesjährigen Stadtradelns kommt hier für euch nochmal ein kleines Throwback. Wir – Chiara und Jule mal wieder – hatten da nämlich noch eine ganz witzige Tour, von der wir euch gerne erzählen würden. Anstatt nur unser schönes Krefeld zu erkunden haben wir uns überlegt, mal unseren Horizont zu erweitern und über die Grenze zu unseren holländischen Nachbarn zu fahren.
Um es hier nochmal für Erdkundebanausen wie Chiara festzuhalten: Düsseldorf liegt nicht auf dem Weg von Hüls nach Venlo, weshalb der Zwischenstopp auf der Rheinkirmes leider ausfallen musste. Und Jule: Nein, Roermond und Venlo sind nicht die gleiche Stadt. Wir konnten also leider auch dem Outletcenter keinen Besuch abstatten.

Einen kleinen Zwischenstopp haben wir uns aber dennoch gegönnt. Der fand schon relativ früh statt, genau an der Nette, weil dort praktisch direkt am Flussufer das kleine Ferienhaus von Jules Bekannten steht, dessen Obhut (aufgrund von Urlaub) derzeit ihre Familie übernommen hat. Denn das absolute Heiligtum sind die prächtig blühenden Hortensien, die in dieser Hitze natürlich besonders gehegt und gepflegt werden mussten.
Wie wir sofort bei unserer Ankunft feststellen mussten, hatten sie es auch sehr dringend nötig. Zugegeben, sie ließen bereits alles hängen und machten nicht gerade den Eindruck, als könnten sie überhaupt gerettet werden. Jules Vater nahm sich ihnen an, sodass für uns andere mehr Kuchen blieb.
Gestärkt mit Kuchen, die Füße in der Nette abgekühlt brachen wir dann auch bald (ohne weitere Anhängsel – die mussten noch etwas die Hortensien umsorgen) von dort auf, da wir schließlich noch ein ganz schönes Stück vor uns hatten und der Abend bereits näher rückte.
Sobald wir die anderen hinter uns ließen und als dynamisches Duo durch die durch die Hitze bedingte Einsamkeit radelten, sprudelte es nur so aus Chiara heraus und sie brachte Jule bezüglich Friends (Serie, die Allgemeingebildeten bekannt sein sollte und die Chiara mit einer Geschwindigkeit von zwei Staffeln/Woche guckt!) auf den neuesten Stand.

Alsbald erreichten wir den kühlen Wald, der uns mit seinen Tücken und abenteuerlichen Wegen nicht lange warten ließ…
Wir erreichten (*Donnergrollen und dramatische Orgelmusik*) DEN BERG. Das folgende Erlebnis sucht uns heute noch in traumatischen Albträumen heim. Ab hier FSK 16.
Also es war ein Berg. Mit Schotter. Und… er war steiler als er aussah!!
Aber mal ganz ehrlich, da runter zu fahren war schon krass. Es war als hätte uns jemand Adrenalin direkt ins Blut gespritzt und aufhören zu lachen konnten wir auch nicht mehr.
Glücklicherweise haben wir es überlebt.
Beim Überqueren der Grenze fiel uns gleich die ungewohnte Ruhe auf, die dort herrschte. Das lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass noch alle in tiefer Trauer über die verpatzte WM-Qualifikation waren.
Auch in der Innenstadt war es verdächtig ruhig. Denn da die Tour eine ziemlich spontane Aktion gewesen ist und wir erst spät nachmittags losgefahren sind, hatten bereits fast alle Geschäfte geschlossen. Zum Glück fanden wir noch einen Imbiss, bei dem wir unser Verlangen nach Kibbeling, Frikandel und Pommes befriedigen konnten.

Von diesem Festmahl, das wir am Ufer der Maas verspeisten, musste natürlich auch ein ästhetisch ansprechendes Foto her. Die umherfliegenden Verpackungen und Mayo-verschmierten Servietten waren eine geringfügige Erschwernis.
Bei den Fotos von uns selbst gab es diese Probleme zwar nicht, aber so richtig zufrieden waren wir trotzdem mit keinem der 127 Selfies die wir machten.
Also beschlossen wir, dass da wohl schon ein akzeptables bei sein würde (Wie seht ihr das?), und wir uns guten Gewissens zurück nach Hause begeben konnten.

Auf dem Rückweg kamen wir an einem Segelflugplatz vorbei, wo wohl gerade ein Fest stattfand. Die Mitglieder des Clubs hatten sogar einen privaten Eiswagen! Da hätten wir uns auch gerne angestellt…
Da wir aber bereits die zunehmende Unbequemlichkeit unseres Sattels bemerkt hatten und gerne vor Sonnenuntergang Zuhause gewesen wären (SPOILER ALERT: wir waren es nicht) und Chiara fest entschlossen war, an diesem Abend noch ihr Chili für den nächsten Tag kochen zu müssen, folgten wir dem von Google durch clevere Algorithmen ausgewählten Weg. Über ein Feld. Womöglich sind die Algorithmen doch nicht so clever…

Im goldenen Licht der untergehenden Sonne entdeckte eine restlos begeisterte Chiara, die extra vom Fahrrad sprang, schließlich noch einen Biber neben dem Radweg, der sich jedoch beim näheren Hinschauen als Bisamratte entpuppte. Ups…

Trotz unserem sehnlichen Wunsch, es möge doch irgendwo bitte mal ein Rasensprenger günstig stehen und uns eine angenehme Erfrischung bieten, wurden wir jedes Mal enttäuscht. Also, an alle, die das hier lesen, bitte stellt doch im nächsten Jahr alle eure Rasensprenger in den Vorgarten! Selbst wenn wir beide nicht gerade persönlich bei euch vorbei kommen, irgendein fleißiger Stadtradler freut sich bestimmt darüber!

Trotz des Nachklingens der Anstrengung zum Beispiel in Form von Mückenstichen – von unseren schmerzenden Hintern ganz zu Schweigen – freuen wir uns schon auf das nächste Stadtradeln (und fahren natürlich auch in der Zwischenzeit viel mit dem Rad).

Viele Grüße und immer genug Luft im Reifen
wünschen euch Chiara & Jule

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