Open Space in Düsseldorf

Kulturinstitutionen als Dritte Orte
Podiumsdiskussion in englischer Sprache mit dt. Übersetzung. Mit dem Künstler
Kader Attia, Hilke Berger, Stadtforscherin, Hamburg, Klaus Kaiser, Parlamentarischer
Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, und
Marie Østergård, Direktorin der Aarhus Public Libraries. Das Experiment des OPEN
SPACE folgt der Idee, das K20 praktisch und symbolisch in Richtung auf die Stadtgesellschaft zu öffnen. Er bildet eine Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Raum
und dem Museum, die Besucherinnen und Besucher für sich entdecken und auf unterschiedliche Weise nutzen können. Was bedeuten solche Dritten Orte für den urbanen
Kontext, der von weitreichenden demografischen und ökonomischen Veränderungen
geprägt ist?
Sonntag, 20.1., 12.00 Uhr Sunday, Jan 20, midday
Moderation: Prasanna Oommen

Eine Rundmail machte mich kurz vor dem Termin auf die Diskussion zu einem Thema aufmerksam, das Bibliotheken schon seit längerem beschäftigt:

Während sich die Ausleihzahlen rückläufig entwickeln, steigt die Zahl der Besucherinnen und Besucher an, die manchmal ganze Tage zwischen den Regalen verbringen.
Sie treffen sich zum gemeinsamen Lernen oder vergnügen sich allein mit dem Laptop,
sie bauen sich aus dem vorhandenen Mobiliar ihre Arbeitsumgebungen und nutzen das im ganzen Haus verfügbare WLAN. Kurzum: Bibliotheken haben sich bereits auf den Weg gemacht, den im Fall des K20 auch Museen beschreiten wollen.

Und so machte ich mich an einem sonnigen Sonntag auf mit der U76 auf nach Düsseldorf zum wohlbekannten Museum K20

Dem unübersehbaren Wegweiser folgte ich in den Wechselausstellungsraum des K20, den ich kaum wiedererkannte:

Eine temporäre luftig wirkende Innenraumgestaltung bot diverse Aufenthalts- und Beschäftigungsmöglichkeiten und eben auch den Rahmen für den etwa anderthalbstündigen Gedankenaustausch, erst auf dem Podium, danach auch mit dem Publikum, zum Thema der Dritten Orte.

Eine Detailaufnahme zeigt die Machart der transparenten Trennwände, die zwar Räume innerhalb des Saals definieren, aber jederzeit den Durchblick im gesamten Raum ermöglichen.

Bis zum 10. März kann der Open Space ohne Eintritt besucht werden. Das umfangreiche Programm bietet zweisprachige Führungen, Workshops, Diskussionsrunden und ist über die Webseite des K20 online aufrufbar.

Zurück zur Sonntagsveranstaltung:

Die Statements zu den Dritten Orten bestätigten, dass Bibliotheken schon lange Raum geben für die Begegnung realer Menschen ohne Ansehen von Alter, Geschlecht, Herkunft, Status und das bieten sie ohne Eintritt oder Konsumzwang.

Die simultan übersetzte deutsch-englische Gesprächsrunde machte mir trotz des überwiegend bekannten Inhalts nicht zuletzt wegen der souveränen Moderatorin großes Vergnügen, das noch gesteigert wurde durch einen erfolgreichen „Beutezug“ im Museumsshop und den sonnenbeschienenen Spaziergang am Rheinufer entlang bis zur Tonhalle.

So kann eine Bibliotheksleiterin einen Sonntag auch verbringen :o)

Evelyn Buchholtz

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