There’s a fever coming…

Wer mich kennt, weiß, dass ich ständig auf Konzerten bin. Musik ist mir einfach wahnsinnig wichtig und sie live zu erleben immer etwas Besonderes. Darum werde ich euch jetzt hier – unbeauftragt und unbezahlt – von meinem letzten Konzert berichten.

 Und zwar war ich gestern beim Konzert der amerikanischen Rockband Fever 333 (die 333 steht für die 3 C’s: community, change, charity – Gemeinschaft, Veränderung, Nächstenliebe). Das erste Mal habe ich diese im letzten Jahr gesehen, als sie die Vorband von Bring Me The Horizon waren. Zumindest den Sänger kannte ich aber auch schon davor aus seiner ehemaligen Band letlive.

Als ich dann aber im letzten Jahr von dem neuen Projekt Fever 333 gehört habe, war ich direkt begeistert. Nicht nur, dass mir die Musik wahnsinnig gut gefällt (Rock mit Hip-Hop-Einflüssen), die Band tritt auch für wichtige politische und umwelttechnische Themen ein. Das tut sie zum einen mit ihrer Musik, zum Beispiel mit dem Lied Trigger gegen Waffengewalt, aber auch indem sie Teile ihrer Einnahmen aus Merchandiese-, Alben- und Ticketverkäufen in ihre „Walking In My Shoes“ Stiftung stecken, die in Partnerschaft mit Revolutions Per Minute verschiedene wohltätige Organisationen unterstützt.

Bei dem gestrigen Konzert gab es auch einen Stand von der Hardcore Help Foundation mit Informationen und der Möglichkeit, beispielsweise durch den Kauf eines T-Shirts, ihr aktuelles Projekt zu unterstützen, nämlich Rollstühle für diejenigen bereitzustellen, die sich keine leisten können.

Im Sommer dieses Jahres sollte eigentlich das Jubiläumsfestival „Woodstock 50“ stattfinden, für das unter anderem auch Fever 333 angekündigt worden waren. Nachdem dieses jedoch kurz zuvor abgesagt wurde, organisierte die Band ein eigenes, kleines Woodstock-Festival für den guten Zweck. Jede Band und jeder Musiker, der dort auftrat machte auf eine selbst ausgewählte Wohltätigkeitsorganisation aufmerksam. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass auch noch unbekanntere, lokale Musiker teilnehmen durften, um zu zeigen, dass jeder eine Stimme hat und Veränderung bewirken kann.

Jeder hat die Macht dazu. Dass der Band diese Angelegenheit wirklich ernst ist und auch viel bedeutet merkt man sofort. Sie ermutigen auch ihre Fans, die eigentlich wenig politisch engagiert sind, sich mehr mit wichtigen Themen zu beschäftigen. Bei der aktuellen Europatour gibt es keine Vorbands, damit die Wartezeit dafür genutzt werden kann, in einer sicheren Umgebung mit Gleichgesinnten zum Beispiel über gesellschaftliche Themen zu diskutieren.

Das wurde – zumindest gestern in Köln – wirklich gut angenommen.

Ursprünglich sollte die Show im Luxor stattfinden, in das etwa 500 Leute passen. Nachdem dieses Konzert dann aber sehr schnell ausverkauft war, gab es ein Upgrade in die Live Music Hall, die fast dreimal so groß ist. Auch dafür gingen alle Tickets weg. Für die erste europäische Headline-Show einer Band, die 2017 erst gegründet wurde, finde ich das ist kein schlechter Start 😀

Viele der anderen Fans hatten die Band auch zuerst beim Bring Me The Horizon Konzert gesehen und waren auch direkt überzeugt gewesen. Es ist aber auch wirklich bewundernswert wie viel Energie diese drei Personen auf der Bühne von Anfang bis Ende des Sets rüberbringen.

Was ich auch toll finde, ist, dass die Bandmitglieder sich uns gleichgestellt sehen und nicht abgehoben sind, nur weil sie auf großen Bühnen stehen (meiner Meinung nach sollte das auch die Regel sein) und sich Zeit für ihre Fans nehmen.

Stephen Harrison zum Beispiel, der Gitarrist, stand nach der Show noch über eine Stunde in einem Menschenauflauf und hat geduldig Tickets signiert, Fotos gemacht, sich aber auch ernsthaft mit Leuten unterhalten. Und nachdem ich eine Weile mit ihm und anderen Fans geredet habe, brauchte ich natürlich auch ein Foto 😉

Ich kann also jedem nur empfehlen mal in die Musik reinzuhören oder auch einfach nur die Stiftung anzusehen, denn einen guten Zweck gilt es immer zu unterstützen 😉

Bis bald,

eure Chiara

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