Spontan, Spontaner, Spamalot ?!

Hallo zusammen,

heute erzähle ich euch wie schnell man, wenn man spontan ist, einen wundervollen Abend im Theater erleben kann.

Da steht man nichtsahnend, an einem Mittwochabend um 18 Uhr im Service, hilft den Kunden vor Ort und am Telefon und hat plötzlich eine Kollegin aus dem Archiv dran. Eigentlich war geplant, dass sie nach ihrer Arbeit zum kollegialen Austausch kurz vorbei kommt, um dann anschließend ins Theater Krefeld Mönchengladbach zu gehen. Leider hatte sich das ganze Krankheitsbedingt gerade zerschlagen und so kam die Frage: „Willst du oder kennst du jemanden, der gleich spontan ins Theater gehen würde? Ich hab 2 Karten für Spamalot über.“

Naja, die Vorstellung sollte um 19.30 Uhr beginnen, wir schließen um 19 Uhr und bis wir die Türen zu haben, dauert es ja auch noch ein paar Minuten. Dazu kam dann, für mich, am nächsten Tag war  Feiertag und ich brauchte noch das ein oder andere für den nächsten Tag, der Kühlschrank war nämlich ziemlich leer. 😉

Also erstmal die Kolleginnen gefragt. Annika war sofort begeistert und versuchte, ihren Partner  zu überreden. Leider scheiterte das Ganze an der Zeit, es war einfach zu knapp. Doch verfallen lassen? Nein! Also habe ich beschlossen, den Einkauf Einkauf sein zu lassen und ins Theater zu gehen. Nach kurzer Überlegung ist Annika dann mitgekommen.

Also um 19 Uhr schnell die Türen geschlossen, natürlich nach dem letzten Kunden (und nicht andersrum), schnell die PCs ausgeschaltet, alles weggeräumt und dann rüber ins Theater.

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Unsere Plätze waren auf dem Balkon, letzte Reihe, Mitte. Man könnte jetzt meinen das wäre zu weit weg, aber wir fanden die Plätze wirklich klasse. Wir hatten eine gute Sicht und konnten schön von oben auf die Bühne gucken. Wir zwei hatten also alles im Blick. 😉

Und dann ging es los. Am Anfang stand erstmal ein Projektor auf der Bühne und man fragte sich schon ein wenig, ob man im richtigen Stück war. Aber alles gut. Die kurze geschichtliche Exkursion zum mittelalterlichen England, wurde mit einem kleinen Schattenspiel untermalt.

Worum geht es jetzt in Spamalot? Wer Monty Python kennt, dem sagen mit Sicherheit „Die Ritter der Kokosnuss“ etwas. König Artus und seine Ritter der Tafelrunde auf der Suche nach dem heiligen Gral. Soweit so gut. Der Unterschied zu den geschichtlichen Heldensagen wird schon in der ersten Szene deutlich, als besagter König Artus (anfangs noch auf der Suche nach seinen Rittern) galoppierend auf die Bühne gelaufen kommt. Ja , ich habe galoppierend und gelaufen geschrieben, kein Fehler. 😉 Direkt hinter ihm sein getreuer Knappe Patsy, Kokosnüsse gegeneinander schlagend, um Hufgetrappel zu imitieren. Und das hat der arme Kerl bis zum Schluß durchgezogen, Hut ab, das „Pferd“ lief absolut Taktrein. 😉

Woher diese Kokosnüsse gekommen sein können, wurde, äußerst amüsant, unter Zuhilfenahme von bekannten Werbe-Melodien und der Biologie von europäischen und afrikanischen Schwalben, erörtert. Bei der Suche nach seinen Rittern, traf König Artus gar merkwürdige Gestalten. Ganz besonders der grüne Ritter in dem ungewohnten Gewand, der aber auch schnellstens wieder die Bühne verließ. 😉 (Mehr wird hier nicht verraten – wir wollen doch nicht spoilern.)

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Die Ritter fanden sich zusammen, auch mit Hilfe der „Fee vom See“ (welche in dem Film nicht mitspielt) und einigen, textlich sehr unterhaltsamen, Liedern. Es ging weiter nach „Las Camelot Vegas“, wo die Ritter und Ihr König sich allerdings schnell langweilten und der Gottesauftrag daher nicht ungelegen kam.  Dieser Auftrag lautete „Finde den Gral“, was dann auch als ganz große Arie präsentiert wurde. 😉

Danach ging es in einem schnellen Galopp los, bis sie vor dem Chateau d’art stoppten. Französische Beschimpfungen, ein “ ‚ölzerner ‚ase“ ;), CanCan Tänzer, Baguettes und Kühe spielten dabei eine große Rolle und ließen den König und seine Ritter schnell die Flucht ergreifen.

PAUSE – Was soll man über eine Pause schreiben … die einen essen was, die anderen trinken was oder man sucht bestimmte Örtlichkeiten auf. Und was haben Annika und ich gemacht? Ganz klar, erstmal ein Selfie vor dem Plakat und dann den festen Vorsatz: Zu diesem Theaterbesuch gibt es einen Blogeintrag. Da ihr ihn gerade lest, hat es wohl geklappt. 😉

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So, Pause vorbei. Es ging weiter.

König Artus war inzwischen im dunklen und sehr teuren Wald angekommen, in dem er die Ritter die „Nie“ sagen traf.  Um an ihnen vorbei zu kommen, musste er zwei Aufgaben erfüllen:

  1. Aufgabe: „Bringt uns … ein Gebüsch!“  –  Das hat er dann auch artig erledigt, wobei er dafür am „schwarzen Ritter“ vorbei musste. Für alle, die den Film kennen, lasst euch gesagt sein: Auch auf einer Bühne kann diese Szene durchaus umgesetzt werden! Für alle anderen: angucken. 😉

Aber das war nichts gegen die 2. Aufgabe.

„Führt ein erfolgreiches Broadway Musical (auf keinen Fall Andrew Lloyd Webber) auf in … KREFELD!“  – Nicht leicht. „Wenn es nicht vom Broadway kommt, ist es auch nicht gut.“ 😉

Aber auch das hat König Artus gemeistert.

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Weiter ging es mit der Fee vom See und einer unglaublich traurigen Ballade über die verschwindend geringe Zeit, die sie auf der Bühne verbringen darf…  schnief. 😉 .

Wärenddessen ereilte Sir Lancelot der Hilferuf eines vermeintlichen Burgfräuleins. Er eilt zur Rettung von … Herbert. Nicht ohne div. Tote und einer Nichtmusikalischen Auseinandersetzung mit dessen Vater. 😉

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So langsam nähern wir uns dem Ende. Doch der Gral ist immer noch nicht gefunden und jetzt musste der Hexenmeister Tim helfen. Dieser gab einen weiteren Hinweis auf den Aufenthaltsort des Grals …

Sollte er sich etwa in der  Grausegrotte des Ungeheuers befinden? Und was hat das ganze mit einem weissen Kaninchen zu tun? So ein kleines, armes wehrloses Wesen … 😉

Und wie und vor allem wofür benutzt man die „heilige Handgranate“ ? Jetzt endlich wird der Aufenthaltsort des Grals preisgegeben … und zwar… Nenene, um das zu erfahren müsst ihr euch das Stück schon selber ansehen. Wir wollen hier doch nicht alles verraten und die Spannung zerstören. 😉 Die Begeisterung im Publikum war jedenfalls groß… 😉

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– Happy End ?! –

 

Ach, war das herrlich. Wir haben Tränen gelacht über die Gags und Lieder sowie die lokalen Anspielungen. Leider kann man sich das alles ja gar nicht so merken, wie man möchte. Von daher …  mein 2. Termin steht … und wann geht ihr? Allzu viele Termine gibt es hier in Krefeld nicht mehr, aber ab Herbst habt ihr in Mönchengladbach noch die Möglichkeit dazu.

Zu guter Letzt noch die Credits:

Danke an Sabine W. , die den Abend noch ganz dringend nachholen muss und uns den Abend und euch den Blogbeitrag ermöglicht hat!

Danke an Annika Siever fürs mitkommen. 😉

Danke an Matthias Stutte für die Fotos, die diesen Beitrag um einiges anschaulicher machen.

Danke an  die Darsteller für diese tolle Vorstellung.

Danke an alle Mitarbeiter des Theaters Krefeld Mönchengladbach, ohne die so ein Abend gar nicht möglich wäre.

Danke … an alle … anderen, die ich jetzt nicht aufgezählt habe, aber noch aufzählen könnte,sollte oder müsste. 😉

Eure Sabine

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