Patrick Heckhausen – Freud und Leid

Manchmal liegen diese Empfindungen so verdammt nah beieinander.

Bevor es hier losgeht, natürlich wieder die Info, dass wir für diesen Beitrag weder bezahlt noch beauftragt worden sind, den schreiben wir einfach so ;).

Wie ihr ja aus den vorherigen Blogbeiträgen rund um Patrick Heckhausen wisst, sind wir in dieser Saison ganz nah dran und begleiten ihn und sein sympathisches Team zu den Rennen der LMV8 Serie im niederländischen Venray. Beim ersten Lauf war Patrick zwar vor Ort, allerdings nur als Zuschauer, sein neues Auto war noch nicht fertig. Die Wagen in dieser Serie bestehen aus einem einheitlichen Gitterrohrahmen und tragen darüber verschiedene Karosserien amerikanischer Automobilhersteller. Patrick war die letzten Jahren mit einem grünen Camaro-Body unterwegs, in dieser Saison ist rot die Farbe der Wahl. Kommt uns entgegen, ist ja auch unsere Farbe.

Am Ostermontag fand auf dem Oval in Venray also der zweite Renntag der Saison statt. Wie immer gibt es an diesen Tagen eine Menge Rennsport zu sehen, man muss halt das Oval mögen. Die LMV8 waren drei Mal dran, zusätzlich gab es noch zwei freie Trainings zu sehen. Apropos zu sehen, gestern gab es auch zum ersten Mal die Möglichkeit das neue Camaro-Body und vor allem das neue Design zu sehen. Ich finde es ziemlich spektakulär, das macht wirklich was her. Auch im Pulk während des Rennes fällt der Wagen, nicht zuletzt durch die Neonapplikationen, richtig auf.

Zwischen den Trainings war ich kurz an Patricks Box und es waren schon einige Leute vor Ort, die sich den neuen Wagen anschauen wollten. Das zweite Training und das erste Rennen habe ich mir dann von der Tribüne aus angeschaut und was soll ich sagen, es lief richtig gut für unseren Krefelder. Lange auf Platz 3 liegend lieferte er sich rundenlange Duelle und ist ein tolles Rennen gefahren. Am Ende landete er, dank einem heftigen Untersteuern des Wagens, auf einem guten 6 Rang. Nicht schlecht, das neue Auto läuft also. Die Vorfreude auf den zweiten Lauf wuchs und ich schaute mir noch einige der anderen Rennserien an.

Anders als bei vielen anderen Motorsportveranstaltungen haben diese Renntage in Venray irgendwie immer einen familiären Charakter. Natürlich gibt es die legendären Fritten, es gibt aber auch unglaublich viele nette Menschen, die der Sport vereint. Auch in den Boxen und bei den Fahrern herrscht eine lockere und kommunikative Stimmung vor.

Den zweiten Lauf habe ich mir von der Zuschauerposition zwischen Turn 3 und Turn 4 angesehen. Patrick kam ganz gut ins Rennen und ich sah zu, dass ich gute Fotos machen konnte.

Tja…und dann sah ich ein Teil fliegen und hörte das fiese Geräusch, wenn ein Auto in die Mauer einschlägt. Bange Sekunden verstrichen, dank der Tribünen für das innere Oval war der rote Camaro nicht zu sehen. Dann rollte Patrick aus, von weitem sah man schon, der Einschlag war heftig. Die ganze Aufhängung und das Rad auf der rechten Seite waren verschwunden, die Karosserie derb verbogen. Es herrschte auf unserem Hügel dann kollektives Aufatmen, als Patrick selbstständig aus dem Auto klettern konnte.

„Ich hab es knallen gehört und dann ging es nur noch geradeaus“

Zusammen mit Teamkollegen und Freunden standen wir danach in der Box und warteten auf das Auto. Patrick klagte über Rückenschmerzen und lies sich das Versprechen abringen, zum Doc zu gehen. Als dann das Auto auf dem Vorderlader der Streckenbetreiber angefahren kam, hatten nicht wenige Tränen in den Augen. Soviel Arbeit, soviel Geld, soviel Schweiß….und dann sowas. Es scheint wohl ein Reifen geplatzt zu sein und danach war der Pilot dann nur noch Passagier.

So ärgerlich das ist, das Patrick nichts ernsteres passiert ist, ist wohl die wichtigste und beste Nachricht des Tages.

Wie es und ob es weitergeht, stand bei meiner Abreise aus Venray noch nicht fest, wir halten Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Euer rasender Reporter Martin

Ein Gedanke zu „Patrick Heckhausen – Freud und Leid

  1. Hey liebe Krefelder, der „Typ“ mit der „88“ und der Aufschrift „Krefeld“ auf dem Buckel bin ich 😉 Auch meine Frau und ich waren Ostermontag in Vanrey, da wir begeisterte Fans von Patrick Heckhausen sind. Wir haben akribisch den Aufbau des Fahrzeuges den Winter über verfolgt 😊 Dann war es Ostermontag endlich soweit und dann dies 🙈 Ich gebe hier ganz ehrlich zu, ich hatte die Tränen in den Augen, aber wichtig ist, dass Patrick gesund aus diesem Unfall rausgekommen ist!!! Aufgeben ist keine Option und so hoffen wir, dass wir Patrick Heckhausen schnellstmöglich wieder auf der Strecke sehen 😎✌🏁

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