Keine Rezension: „Was perfekt war“

Heute habe ich für euch wieder ganz bewusst „keine Rezension“ geschrieben, aber möchte euch dieses Buch einfach ans Herz legen. Die Autorin Colleen Hoover ist zugegeben eine meiner Lieblingsautoren. Aber das hat schon so seine Gründe, deshalb kann ich natürlich die meisten ihrer Liebesromane absolut empfehlen, manche aber vielleicht auch nur eingeschränkt oder im passenden Alter.

Ich muss direkt zu Anfang sagen, dass ich den englischen Originaltitel „All your perfects“ deutlich passender finde, aber ich verrate nicht warum, denn sonst würde ich viiiiiel zu viel spoilern, also müsst ihr es wohl selbst lesen, wenn ihr das wissen wollt. Ihr könnt dann gern einen Kommentar hierdrunter schreiben oder eine Instagramstory hochladen, in der ihr ein Foto vom Buch postet, uns verlinkt und den Hashtag #Iknowit oder #Idontknow benutzt. Dann können wir darüber plaudern oder ich erkläre euch warum ich den Titel besser finde. 🙂

Jetzt aber zurück zum Buch! Die Geschichte beginnt relativ typisch für einen Liebesroman. Quinn und Graham waren beide in einer soliden Beziehung – bis zu dem Tag als sie sich im Flur vor der Wohnung von Quinns Verlobtem trafen, während sie beide auf der anderen Seite der Tür von ihren Partnern betrogen wurden. Fast schicksalhaft begegnen sie sich später wieder und eine unglaublich romantische Liebesgeschichte beginnt zwischen den beiden. Das klingt ganz toll und vielleicht schon fast ein bisschen langweilig, wäre da nicht noch der andere Teil der Geschichte, der sich nicht damals abspielt, als sich die beiden kennenlernten, sondern in der Gegenwart. Sie sind mittlerweile (eigentlich glücklich) verheiratet, doch ihr Kinderwunsch bleibt seit vielen Jahren unerfüllt. Schmerz und Trauer, Gedanken an eine Trennung überlagern die schönen Momente, denn auch eine Adoption ist durch einen Fehler in Grahams Vergangenheit unmöglich. Die Liebe weicht immer mehr dem reinen Fortpflanzungswunsch und Verzweiflung ist allgegenwärtig. Eine Lösung für diese verfahrene Situation scheint unmöglich, wenn die Leichtigkeit einmal verloren ist. Doch können die beiden noch hoffen?

Kapitelweise wechseln sich die Zeiträume ab. Am Anfang dachte ich, der „Damals“-Teil wäre die Hauptgeschichte (*Wer Lesen kann ist klar im Vorteil* Ich hatte das „Damals“ einfach übersehen), doch je weiter ich gelesen habe, desto unwichtiger wurden für mich diese Kapitel, bis ich sie zum Schluss fast schon überflogen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die richtige „Jetzt“-Geschichte weitergeht. Durch diesen Wechsel entsteht unglaublich viel Spannung. Dazu kommt noch eine geheimnisvolle Schatulle, die eine große Bedeutung hat, doch erst ganz am Ende erfahren wir, was darin ist. Dass die Situation sich in der „Jetzt“-Geschichte immer mehr zuspitzt, macht den Spannungsbogen perfekt.

Durch die schönen Szenen und die unglaublich traurigen (inkl. Katastrophen) spricht die Geschichte so ziemlich alle Emotionen an: Wut, Hass, Liebe, Glück, Vergebung, Angst, Selbsthass, Einsamkeit, Gleichgültigkeit, Freude, … Zu Beginn habe ich noch portionsweise in der Bahn gelesen, bin aber sehr froh, dass ich die letzte Hälfte am Stück durchgezogen habe (…..bis halb sechs morgens, ich konnte nicht anders…). Denn als relativ nah am Wasser gebauter Mensch habe ich während der letzten hundert Seiten gefühlt dauergeheult (und habe selbst jetzt beim reinen Gedanken an das Buch schon wieder Tränchen in den Augen). Kleine Pausen sind dann nur durch die „Damals“-Kapitel für mich dringewesen. Also macht euch auf ein extreme Gefühls-Chaos gefasst!

Die Moral von der Geschicht ist am Ende auch relativ deutlich: Nimm das, was du im Leben hast, nicht für selbstverständlich, sondern mach was draus, anstatt Dingen nachzulaufen, die du niemals haben kannst. Das klingt doch nach einem ganz guten Ratschlag, den uns das Buch da mitgibt, oder? 🙂

Zu viel möchte ich wie immer nicht verraten, aber ich habe das Buch mit einem Lächeln zugeklappt (OK, ICH GEBS ZU: es waren auch Tränen dabei, aber positive!!! XD) Das Gefühls-Chaos – wenn man sich denn darauf einlassen kann – bringt am Schluss fast ein bisschen „emotionale Reinigung“ mit sich und auch ein bisschen mehr Wertschätzung für die kleinen und großen Kostbarkeiten im Leben.

Bei mir sind hier also alle Daumen oben. Ich würde das Buch frühestens ab 16 empfehlen. Nicht wegen der „Liebesszenen“ 😉 , sondern aufgrund der Grundwerte, Probleme und Emotionen, die hier angesprochen werden. Die Thematik richtet sich ziemlich deutlich an Erwachsene und ich kann mir kaum vorstellen, dass ich selbst dieses Buch mit 14-15 interessant gefunden hätte. Gerade für Mamis oder Papis, denen die Kinder gerade ordentlich auf die Nerven gehen, könnte das eine nette Lektüre für Zwischendurch sein, aber das kann ich nicht so ganz beurteilen, da ich noch keine Kinder habe. Lasst es mich aber gern wissen! 🙂

Ich hoffe, ihr habt jetzt richtig Lust, dieses Buch zu lesen. Da halte ich euch nicht länger auf! Hier gehts zum ebook. Ihr könnt es aber auch über den Lieferdienst bestellen oder irgendwann vielleicht auch wieder bei uns ausleihen. 🙂

Bis dann

Eure Annika :-))))

PS: Ihr findet auch die anderen Bücher von Colleen Hoover in der Onleihe. Es gibt noch ein weiteres Buch, das durch seine Dramatik etwas vom klassischen Liebsroman abweicht. Das haben wir schonmal kurz auf Instagram vorgestellt. 🙂

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