Auftakttour zum Stadtradeln 2018

Hallo zusammen,

lange haben wir darauf hin gefiebert, gestern war es endlich soweit. Das STADTRADELN in Krefeld geht in die nächste Runde. Auch in diesem Jahr machen wir als Mediothek Krefeld wieder mit und ich darf erneut als Teamkapitän fungieren. Im Vorfeld haben wir ordentlich Rekrutierungsarbeit geleistet, so das wir aktuell ein Team von knapp 30 Menschen sind. Viele Nutzer sind dabei, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mediothek.

Im vergangenen Jahr gab es eine offizielle Auftakttour inklusive Ansprache von OB Frank Meyer, in diesem Jahr gab es mehrere Tourangebote und das große Stadtradel-Treffen findet erst am 1. Juli in Uerdingen statt. Wir haben uns zur Teilnahme an der Tour unter der Leitung von Karl-Heinz Renner entschieden. Knappe 30 Kilometer sollten es werden, Krefeld Willich, Meerbusch und zurück. Kalle Renner hat am Donnerstag auch schon einen ADFC Stand in der Mediothek betreut und im letzten Jahr die Auftakttour so grandios organisiert, geplant und geleitet, das für uns klar war….passt! Mit Sabine, Annika und mir waren wir zu dritt unterwegs, haben aber viele bekannte Gesichter getroffen. Die Tour startete so gegen 11 Uhr am Platz der Wiedervereinigung…

Ein bisschen ging es durch die Stadt, anders geht es eben nicht. Ziel war erst einmal Forstwald, dafür haben wir die Kölner Straße überquert und sind, am Helios Klinikum vorbei, in Richtung Westen gefahren. Mit knappen 60 Leuten zwar eine gewisse Herausforderung, aber auch ein Mordsspaß. An dieser Stelle gilt direkt auch mal ein großer Dank den Ordnern. Ausgestattet mit Warnweste, trainierten Oberschenkeln und einer gewissen Portion Mut, haben sie die Straßen blockiert, damit wir in Kolonne vorankamen, also als Verband fuhren, und so auch zwischenzeitlich auf Rot gesprungene Ampeln überfahren konnten.

Parallel zur Eisenbahn ging es dann weiter. Bis zum Stockweg, dort wurde dann ein Schwenk nach Links, also in Richtung Willich gemacht und so langsam wurde es ländlicher und entspannter zu fahren. Das nächste Etappenziel war das Haus Hülsdonk. Zwischendurch gab es eine kleine Pause und erste Gespräche wurden geführt. Unser Laden heißt tatsächlich MediOthek, nicht Mediathek und nein, wir machen das nicht ehrenamtlich ;). Ich liebe solche Touren, bei denen man mit den Krefeldern ins Gespräch kommt und ein bisschen mit Vorurteilen gegenüber Bibliotheken aufräumen und Werbung für uns machen kann. Auf dem Weg zum Etappenziel fuhren wir auch durch das Stahlwerk Becker in Willich.
Schon faszinierend, welche Geschichte dahinter steckt. Dr. Becker war einst Direktor des Krefelder Stahlwerks, fuhr dort aber Verlust ein und „wurde gegangen“ ;), patent wie er war, gründete er, direkt vor den Toren Krefelds, ein neues Stahlwerk. Eben das Stahlwerk Becker. Nach dem Krieg war dort die Britische Rheinarmee und mittlerweile hat sich dort ein kleiner Gewerbepark angesiedelt. Interessantes Detail, am Gebäude vorne im Bild, dem alten Wasserwerk, hängt ein Schild, dass man 2017 mit der Sanierung fertig ist….nun, das hat wohl nicht so ganz geklappt 😉

Man radelt dort an einer schönen Wasserinstallation vorbei und kann ein bisschen in der Geschichte schwelgen, auch der alte Wasserturm steht noch und ist quasi Wahrzeichen des Gewerbeparks. Mal sehen, ob aus dem Wasserwerk noch etwas wird. Eine tolle Location wäre es ja schon.

Am Haus Hülsdonk, welches mal eine befestigte Wasserburg war, angekommen gab es dann eine längere Pause und ein bisschen Sightseeing.

Nach der Pause ging es dann weiter in Richtung Willich. Immer wieder spannend, was man so alles am Wegesrand entdeckt. Dieser Schwefelporling hier zum Beispiel war schon richtig groß, gut, dass er auf einem Baumstamm am Straßenrand wuchs und nicht auf einem noch lebenden Baum. Spektakulär anzusehen war er trotzdem.

Verkehrsinfrastruktur, besonders welche fürs Fahrrad ist ja immer so eine Sache hier in unseren Breiten. Umso toller ist es dann, wenn man, wie in Willich, eine extra Fahrradbrücke befahren kann. Mit einer geschwungenen Spirale schraubt man sich in die Höhe und überquert so, völlig ungefährdet, die Korschenbroicher Straße. Tolle Sache.

Auf der anderen Seite liegt das Sport- und Freizeitzentrum und ein kleiner See. Eine kurze Pause bot sich an und so konnten auch ein paar Fotos gemacht werden. Inklusive unseres heimlichen Helden, Luca, zusammen mit seiner Schwester Leonie und Mama Sabrina hat er die komplette Tour durchgehalten. Respekt!

Ich hab vorhin geschrieben, man entdeckt so einiges am Wegesrand. Stell Dir vor, Du bist Landwirt und möchtest Deine Unterstützung für die Fußballnationalmannschaft ausdrücken. Was tust du? So ein kleines Fähnchen an Deinem Traktor? Das wirkt doch nicht. Fahnen am Bauernhof? Ja, kann man machen. Heuballen in Nationalfarben? Geile Idee!

Über schöne Radwege und befestigte Feldwege führte die Tour weiter nach Bösinghoven. Es ist eben schon ein Unterschied, ob man Radtouren am Rechner plant, oder man da vorne einen Tourleiter hat, der die Strecken vorher abfährt und sich Hindernisse und Wege anschaut. An dieser Stelle direkt nochmal ein „Dankeschön“ an Kalle Renner, das hat, auch dieses Mal, super geklappt. Radelten wir in der Stadt noch sehr eng beisammen, wurde auf den Feldwegen etwas mehr Platz gelassen. Genug um sich unterhalten zu können und nicht alle zwei Meter in die Eisen steigen zu müssen.

Nächster Halt, für einige sicherlich der beste Stopp der Tour, ein Lokal in Bösinghoven. Außengastro, TV mit Fußball und, dem Wettergott sein Dank, immer noch trocken. Läuft bei uns. Während die anderen anfingen zu futtern, hab ich schon mal die DSGVO-konformen Fotoeinverständniserklärungen sortiert. Ohne die Teile, keine Fotos hier auf dem Blog oder sonstwo im Netz 😉

Aber, bevor Mitleid aufkommt…meine Chickencrossies mit Chilidip und Pommes wurden nicht kalt, ich war schnell genug fertig mit der Bürokratie. Das Essen war lecker und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Das das Nationalteam von England in der Zeit zwei Buden geschossen hat, kam quasi als Bonus obendrauf.

Jetzt galt es nur noch die letzten Kilometer unter die Reifen zu nehmen. Parallel zur Straßenbahnlinie führt ein toller Radweg wieder nach Krefeld zurück. Beobachtet von Fred Feuerstein radelte unsere 60 Personen starke Gruppe also zurück. Der ein oder andere bog unterdessen ab und verkürzte so seinen Heimweg. Sabine, die auch da in der Ecke wohnt hat es sich aber nicht nehmen lassen und ist die ganze Tour mitgefahren, auch, wenn das bedeutete, dass sie eine Strecke dreimal gefahren ist ;).

Nach knappen 2 Stunden und 40 Minuten reiner Fahrzeit und etwa 37 Kilometern waren wir wieder an der Fabrik Heeder. Eine tolle Tour war das, viele nette Menschen haben wir getroffen, alles war gut organisiert, Luca bekam, völlig zurecht, einen Extraapplaus für seine Leistung und, die wichtigste Nachricht, alle sind unfallfrei und heil wieder angekommen. Ab heute gilt es also für das Team Mediothek so viele Kilometer wie möglich zu erradeln. Ich freue mich auf weitere Touren im Aktionszeitraum, werde sicher auch am 1. Juli in Uerdingen vor Ort sein und freue mich auf Euch.

Immer eine unfallfreie Fahrt und jederzeit genug Luft im Reifen wünscht Euch

Martin

 

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Auftakttour zum Stadtradeln 2018

  1. Hat dies auf Rückenwind rebloggt und kommentierte:

    Hallo zusammen,

    gestern ist in Krefeld das Stadtradeln wieder gestartet. Ich bin mit zwei Kolleginnen mitgefahren und habe auf dem Blog der Mediothek ein bisschen was über die Tour gebloggt 😉

    Ich hoffe, es gefällt Euch,
    Euer Martin

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